Romantisch rodeln im Pinzgau

Schörhof-Tipps für rasante Schlittenfahrten im Winterwunderland

Wenn am Abend die Sonne versinkt, dann ist der Zauber ein ganz besonderer: Eine stimmungsvolle Rodelpartie gehört zu einem märchenhaften Winterurlaub in Österreichs Bergen dazu wie das Skifahren selbst. Praktisch, dass sich an einem rundum erfüllten Urlaubstag im Salzburger Winter beides locker ausgeht.

Jene Rodelstrecken, die wir euch heute vorstellen, sind nämlich Abends beleuchtet. Den Biberg, Hausberg unseres kleinen Städtchens Saalfelden, solltet ihr aber unbedingt auch tagsüber mal erklimmen – die Aussicht aufs Steinerne Meer und die umliegenden Gebirgsketten der Steinberge ist bei strahlendem Sonnenschein so brillant, dass hier wohl mit eure besten Urlaubsfotos entstehen werden.

Am besten also gleich nach dem ausgiebigen Genuss-Frühstück am Schörhof die wichtigsten Sachen fürs Rodelvergnügen packen:

  • warme und wetterfeste Funktionskleidung, am besten mit ganz ähnlichen Schichten wie beim Skifahren
  • festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen – wenn euer alpines Equipment noch besser sein könnte, dann gerne mal bei Sport 2000 Simon beraten lassen
  • Skibrille, Handschuhe und Helm für optimale Sicherheit – same here, ganz ähnlich also wie beim Skifahren
  • Extra-Tipp noch von unserer Rezeptionistin und ausgewiesenen Rodel-Nachteule Anna für alle, die wie sie am liebsten erst nach Einbruch der Dunkelheit loslegen: Nehmt eine Stirnlampe mit, denn selbst auf beleuchteten Rodelbahnen geht’s mit optimaler Sicht nochmal deutlich besser voran…

…dann aber nichts wie los!

Rodeln vom Biberg in Saalfelden

In Saalfelden einmal von Nord (Schörhof) nach Süd in die Ortschaft Kehlbach, dann seid ihr in wenigen Autominuten beim Ausgangspunkt, der Bockareit Stub’n – gleich merken übrigens für den nächsten Dialekt-Donnerstag in unserer Morgenpost: ein „Bocka“, das ist bei uns im Pinzgau ein Schlitten. Schon ab 10 Uhr bringen euch von hier regelmäßig Shuttles hinauf zum Berggasthof Huggenberg. Wenngleich man diese Strecke auch bestens zu Fuß bewältigen kann, unser Tipp: Nutzt den Shuttleservice! Dieser ist für unsere Gäste dank der Saalfelden Leogang Card kostenlos und außerdem könnt ihr eure sportlichen Höhenmeter noch besser gleich von dort aus in Angriff nehmen. Denn wer die volle Länge Rodelspaß möchte, der startet ohnehin von ganz oben.

Eine knappe Stunde Gehzeit hat vor sich, wer sich vom Huggenberg aus aufmacht, den Biberg auf rund 1.400 Metern Seehöhe zu erklimmen. Am besten also gleich nochmal eine wärmende Stärkung zu sich nehmen beim Berggasthof Huggenberg – Tee, Kaffe oder eine heiße Schokolade gibt’s hier ebenso wie kulinarische Spezialitäten mit klar lokaler Note: herrliche Pinzgauer Kasnock’n oder Kaspressknödel etwa. Und praktischerweise hat der Gasthof auch hochwertige Schlitten zur günstigen Leihe für alle, die selbst noch kein Gefährt dabeihaben (6 Euro).

Zur Mittagszeit oben angekommen beim Berggasthof Biberg kann man’s ja kaum erwarten, die rasante Rodelpartie in Angriff zu nehmen. Nichts könnte einen jetzt noch aufhalten, wären da nicht zwei Sachen: Einmal dieser erhabene Panoramablick über das Saalfeldener Becken, die Leoganger Steinberge, das Steinerne Meer und den Hochköng bis hin zum Kitzsteinhorn und den Hohen Tauern. Tja, und wer auf der Sonnenterrasse des Gasthofs dessen kulinarischen Spezialitäten riecht, der verweilt wohl noch ein paar Stunden: Wir empfehlen das legendäre „Bibergreindl“ mit Ripperl, Schweinsbraten, Sauerkraut und Knödel.

Danach aber ab die wilde Fahrt und runter die kurvenreichen sechs Kilometer auf dieser herrlichen Naturrodelbahn! Wie eingangs erwähnt, gibt’s dieses rasante Abenteuer auch für Nachteulen: Der Shuttledienst verkehrt täglich von 10 bis 21 Uhr, Montag ist Ruhetag.

Fackelrodeln am Wallfahrtspfad in Maria Kirchental

Zum Rodeln mit der vollen Ladung Abendromantik legen wir in die andere Richtung los und fahren ins Salzburger Saalachtal. Nur eine knappe Viertelstunde Autofahrt ist es vom Schörhof ins malerische Örtchen St. Martin bei Lofer, welches seinen wildromantischen Schatz wohlbehütet und Durchreisenden verbirgt: Die Anfang des 18. Jahrhunderts eingeweihte Wallfahrtskirche Maria Kirchental liegt, wie der Name ganz richtig vermuten lässt, auf knapp 900 Metern idyllisch eingebettet in einem Tal am Fuße der mächtigen Steinberge.

Die kleine Forststraße, welche vom Ort zu dieser beliebten Pilgerstätte hinaufführt, ist im Winter gesperrt. Eine Ausnahme gibt’s für Annabell und Erhard Mayr, Wirtsleute beim historischen Kirchentalwirt. Die Beiden haben einen Sinn für Ruhesuchende an diesem spirituellen Platz ebenso wie für Genießer regionaler Köstlichkeiten, vor allem aber ein großes Herz für Rodelfreunde. Deshalb widmen sie die Zufahrtsstraße zu ihrem Wirtshaus jeden Mittwoch- und Freitagabend ganz den Rodlern – wann immer die Bedingungen es hergeben. Doch damit nicht genug, erstrahlt Maria Kichental an diesen Abenden in besonders zauberhaftem Flair und ihr startet eure abendliche Rodelpartie in einem feurig-schönen Fackelspalier.

Auch wenn „Kirchentaler Nächte“ lang sind – derzeit geht’s bis zur aktuellen gesetzlichen Sperrstunde um 22 Uhr – empfehlen wir euch, das Vergnügen im wahrsten Sinne des Wortes voll auszukosten und schon deutlich früher dort zu sein. Jede Rodelgaudi macht schließlich noch mehr Freude, wenn auch der Gaumen glücklich ist – und die traditionelle Pinzgauer Küche der Kirchentaler Wirtsleut‘ ist ein schmackhafter Garant dafür. Die täglich frischen Klassiker dort zählen zu den besten unserer Region, die Auswahl zwischen köstlichen Bauernkrapfen, einem herzhaften Beuschel oder zartem Rindsgulasch ist genüsslich und schwierig zugleich – zugegeben, ein Vorteil für uns Locals: Wir überlegen gar nicht lange, wir kommen einfach immer wieder!

So, dann aber raus in die frische Winterluft und ab auf den Schlitten! Frisch gestärkt – und hoffentlich immer noch hochkonzentriert (!) – geht’s bergab, gleich bei der ersten Kurve ist durchaus etwas Vorsicht geboten und auch ein paar Haarnadeln im weiteren Streckenverlauf machen mehr Spaß, wenn noch etwas Kraft und Aufmerksamkeit übrig ist.

Umso gemütlicher wird’s dann, wenn ihr euch nach einem eindrucksvollen Tag und Abend zurück am Schörhof in einer unserer heimeligen, komfortablen Suiten zur Ruhe legen könnt – aktive Tage voller Wintererlebnis und eine entspannte Urlaubszeit am Schörhof, das gibt uns Berge!